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Warum Lesen – Mindestens 24 Gründe – Suhrkamp Jubiläumsausgabe

Warum lesen? Ja warum denn überhaupt? Diese Frage stelle ich mir sehr oft und dieselbe Frage hat auch der Suhrkamp Verlag 24 seiner Autoren anlässlich des 7o. Verlagsjahres seit der Gründung, im Jahre 1950, durch Peter Suhrkamp, gestellt. 24 Autoren schreiben in dem Verlagsprogramm Bibliothek Suhrkamp über das Lesen, sie schreiben darüber, wie das Lesen entstanden ist, sie schreiben darüber, welche Erfahrungen sie mit dem…

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Rezension: Sei kein Mann – JJ Bola

Seitdem ich Vater bin, beschäftigt mich das Thema Männlichkeit. Bis dahin waren für ich mich Geschlechterrollen im Allgemeinen und meine eigene Rolle im Speziellen von untergeordneter Bedeutung. Selbstverständlich war ich mir dem gesellschaftlichen Diskurs, beispielsweise zu Diversität oder Feminismus, bewusst, habe bei gegebener Notwendigkeit zweifelsohne eine Position der Gleichberechtigung vertreten, doch diese Notwendigkeit hatte sich bisher vorrangig auf Diskussionen im Privaten bezogen. Ich führe es…

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Rezension: Das lügenhafte Leben der Erwachsenen – Elena Ferrante

Ich bin mir nicht mehr sicher, was mich dazu veranlasst hatte, „Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“, von Elena Ferrante, zu kaufen. Rückblickend war es wahrscheinlich meine Neugier, ja, schon fast ein voyeuristisches Verlangen, tiefe Einblicke in das Leben einer anderen Person zu erlangen, zu verstehen, wie sie mit den Unzulänglichkeiten des Lebens umgeht, ganz besonders in der Kindheit. Auch wenn ich bald Mitte Dreißig und…

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Der moderne Flaneur

Wie kann er das nicht hören, frage ich mich. Ich würde mir gerne die Ohren zuhalten, so laut ist das. Je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass das sein gewohntes Hintergrundrauschen ist. Ein natürliches Klangbild seines Daseins, das ihm Vertrautheit vermittelt. Wo ich innerlich zusammenzucke, wird das Bild für ihn erst vollständig. So auch bei dem ohrenbetäubenden Lärm des Martinshorn eines Krankenwagens,…

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Septemberlektüre

Der September bringt mir eine sich wunderbar ergänzende und obendrein ästhetisch sehr ansprechende Auswahl neuer Bücher. Zugegeben, das Cover Sartres, Der Ekel, macht seinem Titel alle Ehre, noch dazu passt es als einziges Taschenbuch, bei reinem Fokus auf die Herstellung, optisch nicht wirklich zum Rest der Auswahl. Doch ich bin überzeugt, dass der Inhalt dafür sorgt, dass dieses Werk den anderen in nichts nachsteht. Diese…

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Was will ich eigentlich?

Ein weiser Aikido-Meister, der östlichen Philosophie nahestehend, der abendländischen aber auch nicht vollends abgewandt, sagte mir einmal: „Schau, was du tust und die siehst, was du willst.“Als ich das hörte, schmunzelte ich, denn es klang mir wie eine abgedroschene Lebensweisheit, gedruckt auf dem dünnen glatten Papier eines tausendfach produzierten Abreißkalenders, eines Industrieprodukts, das, um dem lebensphilosophischen Rat noch eins drauf zu setzen, diesen neben einem…

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