Der September bringt mir eine sich wunderbar ergänzende und obendrein ästhetisch sehr ansprechende Auswahl neuer Bücher. Zugegeben, das Cover Sartres, Der Ekel, macht seinem Titel alle Ehre, noch dazu passt es als einziges Taschenbuch, bei reinem Fokus auf die Herstellung, optisch nicht wirklich zum Rest der Auswahl. Doch ich bin überzeugt, dass der Inhalt dafür sorgt, dass dieses Werk den anderen in nichts nachsteht. Diese bestehen, neben dem – schon erwähnten – Klassiker des philosophischen Existentialismus, aus Michael Hempes neuestem philosophisch-literarischen Werk Die Wildnis, Die Seele, Das Nichts, der diesen August erschienen deutschen Erstausgabe Elena Ferrantes Roman Das lügenhafte Leben der Erwachsenen sowie der ebenfalls dieses Jahr erschienen Erstausgabe des Suhrkamp Jubiläumsbandes Warum lesen – Mindestens 24 Gründe, anlässlich des 70 jährigen Bestehens des Verlags.

Doch schlägt man es erst auf, besticht es förmlich durch seine elegante Schärfe

Bei letzterem kann ich schon jetzt sagen, dass ich lange kein so schönes Buch mehr in Händen gehalten habe. Allein die Schutzumschlaggestaltung macht es zu einem Hingucker. Doch schlägt man es erst auf, besticht es förmlich durch seine elegante Schärfe. Die sehr modern anmutende Schriftart, Futura Maxi, reiht sich serifenlos, jeden einzelnen Buchstaben perfekt abgegrenzt und vorzüglich kontrastierend, neben den Klassiker Garamond Roman, für den Textkörper. Das hochwertige Papier macht diese Brillanz – wie sich vermuten lässt – erst möglich.

Ferrantes Roman wie auch Hempes Werk stehen der Suhrkamp Jubiläumsausgabe qualitativ jedoch in nichts nach: Beides sind ebenfalls Hardcover in Erstausgabe. Lediglich der Blick ins Detail hebt das eine dann doch ein wenig von den anderen ab. Auch hier passt das Taschenbuch des Franzosen, in der 61. Auflage aus dem Rowohlt-Verlag, freilich nicht ins Ensemble. Ich bin mir jedoch sicher, dass es durch seine inneren Qualitäten besticht, zumal es wunderbar in meine derzeitige Phase der Beschäftigung mit dem französischen Existentialismus passt, ja gar nicht fehlen darf.

Sie sollen mich dabei unterstützen, Antworten auf tiefe gegenwärtige Fragen zu finden

Ich habe diese Auswahl zusammengestellt, um das eigene Leben auf seine Sinnhaftigkeit, seine ihm eigene Daseinsberechtigung hin, zu überdenken. Sie sollen mich einerseits dabei unterstützen, Antworten auf tiefe gegenwärtige Fragen zu finden, und andererseits anregen, mein Schreiben zu entwickeln. Zugegebenermaßen lese ich ergänzend dazu – seit ein paar Wochen – weitere Schriften von Sartre, welche ich einem eigenen Beitrag bei nächster Gelegenheit vorstellen werde. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich schon auf die Lektüre freue und ich für alle vier Bücher je eine eigene Rezension plane. Diese findet ihr anschließend auf dieser Seite verlinkt sowie über die Kategoriesuche nach Buchrezensionen.

Der Ekel – Jean-Paul Sartre

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Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 01.05.1975
352 Seiten
ISBN: 978-3-499-10581-4
übersetzt von: Uli Aumüller
Neuausgabe
D: 12,00 €

Warum lesen – Mindestens 24 Gründe – Suhrkamp Jubiläumsausgabe

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Verlag: Suhrkamp
Erscheinungstermin: 22.06.2020
347 Seiten
ISBN: 978-3-518-07399-5
D: 22,00 €

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen – Elena Ferrante

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Verlag: Suhrkamp
Erscheinungstermin: 29.08.2020
415 Seiten
ISBN: 978-3-518-42952-5
D: 24,00 €

Die Wildnis, Die Seele, Das Nichts – Michael Hampe

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Verlag: Hanser
Erscheinungstermin: 09.03.2020
304 Seiten
ISBN: 978-3-446-26577-6
D: 26,00 €

Hast du eines der Bücher zufällig schon gelesen – Wie ist deine Meinung dazu? Oder hast du Anregungen bezüglich einer Rezension? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar.

1 Kommentar

  1. Pingback: Oktoberlektüre - Buchvorstellung | markusmitropoulou

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